Doping Maria Sharapova

Sportrecht: CAS reduziert Doping-Sperre von Maria Sharapova


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Der Court of Arbitration for Sport (CAS) hat die Doping-Sperre von Maria Sharapova auf 15 Monate reduziert. Die russische Tennisspielerin war ursprünglich vom Internationalen Tennisverband (ITF) für 2 Jahre gesperrt worden, nachdem sie an den Australian Open 2016 positiv auf die Substanz Meldonium getestet wurde.

Hintergrund

Die 5-fache Grand Slam Siegerin Maria Sharapova wurde während den Australian Open 2016 positiv auf die Substanz Meldonium getestet. Das Herzmedikament steht seit dem 1. Januar 2016 auf der Liste der verbotenen Substanzen (vgl. WADA List of Prohibited Substances and Methods – S4. Hormone and Metabolic Modulators). Nachdem Maria Sharapova im März 2016 von der positiven A-Probe erfuhr, verzichtete sie auf eine Untersuchung der B-Probe. Sie erklärte, dass sie die Substanz mit Mildronate Tabletten eingenommen hatte, welche sie seit vielen Jahren von ihrem Arzt verschrieben erhält (Magnesium-Defizit, Herzrhythmusstörungen und Diabetes-Fälle in ihrer Familie). Dass die Substanz Meldonium seit dem 1. Januar 2016 auf der Liste der verbotenen Substanzen steht, sei ihr und ihrem Team leider entgangen. Sie habe unabsichtlich gegen die Anti-Doping Bestimmungen verstossen und die Substanz keinesfalls zur Leistungssteigerung eingenommen.

Am 6. Juni 2016 wurde Maria Sharapova von der International Tennis Federation (ITF) für 2 Jahre, rückwirkend ab dem 26. Januar 2016, gesperrt. Ihre Resultate an den Australian Open 2016 wurden zudem gelöscht. Das unabhängige Gremium, dass den Fall für die ITF untersuchte, begründete sein Strafmass insbesondere damit, dass Maria Sharapova zwar keinen absichtlichen Betrug, jedoch einen schwerwiegenden Fehler begangen hatte.

Maria Sharapova legte gegen diesen Entscheid Berufung beim Court of Arbitration for Sport (CAS) ein. Nach einem Hearing mit den Parteien in New York, entschied das Schiedsgericht am 4. Oktober 2016 die Doping-Sperre um 9 Monate zu reduzieren (CAS 2016/A/4643 Maria Sharapova v. International Tennis Federation).

Argumentation des Court of Arbitration for Sport

Das Schiedsgericht sah bei der vorliegenden Verletzung der Anti-Doping Bestimmungen kein signifikantes Verschulden seitens der Tennisspielerin. Maria Sharapova treffe ein Mass an Schuld, für welches eine Sperre von 15 Monaten angemessen sei. Dass das Medikament, welches sie seit mehreren Jahren einnimmt, seit dem 1. Januar 2016 eine verbotene Substanz enthält, hätte sie jedoch wissen müssen.

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